EU – Agrarpolitik ist eine zentrale Fluchtursache

In der WZ vom 17.01.2018 kommentiert Stefan Vetter die sinkende Zahl der in Deutschland registrierten Asylbewerber. Beim Thema der Bekämpfung der Fluchtursachen kritisiert er zu Recht die jetzige EU-Agrarpolitik, die afrikanischen Bauern keine Chance lässt, sich am Markt zu behaupten, da sie durch subventionierte Billignahrung aus Europa kaputt gemacht werden. Diese EU – Strategie der Markteroberung zerstört die Lebensbedingungen dieser Bauern in ihrem Heimatland, so dass nicht wenige von ihnen keinen Ausweg mehr sehen als nach Europa zu gehen. Die für diese – am Profit ausgerichtete – Strategie verantwortlichen Konzerne und Politiker produzieren also eine der zentralen Fluchtursachen. Wer geht dagegen vor? Mit Worten immerhin Herr Stefan Vetter. Danke.

bf

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Ausstellung: Abschlussveranstaltung

Am Sonntag, 07.01.2018, findet um 18 Uhr im Café ADA (Wiesenstraße 6, 42105 Wuppertal) eine Abschlussveranstaltung zu der von uns präsentierten ProAsyl-Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ statt.

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Selbstorganisation der Abgeschobenen verweigert europäisches Geld

Nach demütigenden und oft gewaltsam durchgeführten Abschiebungen aus Deutschland, wo sie als Kriegsflüchtlinge aus Sierra Leone viele Jahre lebten, fanden sich Hunderte Abgeschobene in den frühen 2000er-Jahren auf den Straßen von Freetown wieder – mittellos, stigmatisiert, von ihren Familien isoliert. Manche versuchten, sich das Leben zu nehmen, glitten in Depressionen und Drogen ab. Einigen jedoch gelang es, mit dem Unerträglichen umzugehen, indem sie sich gegenseitig Halt gaben. Sie begannen, über ihre Kriminalisierung und die Praxis der europäischen Abschottungspolitik zu sprechen.

Heute ist ihr Netzwerk Network of Ex-Asylum Seekers (NEAS) ein Anlaufpunkt für neue Abgeschobene. Jüngst trat plötzlich die staatliche Entwicklungszusammenarbeit in Form der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf den Plan: NEAS sollte bei einem Reintegrationsprogramm kooperieren und damit Teil der europäischen Abschottungspolitik werden. Gelder wurden in Aussicht gestellt. Die Aktivisten von NEAS lehnten ab. Ein Nein, um weiterhin ihr Konzept gelebter Solidarität mit einer Kritik an menschenunwürdigen Lebensverhältnissen verbinden zu können.

www.medico.de/sierra-leone

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Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ im Café ADA [2.12.17 – 7.1.18]

Ausstellung_ADA_2017

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„Die Liste wächst, Tag um Tag“

Liste

Die Künstlerin Banu Cennetoglu und der Tagesspiegel haben eine Liste veröffentlicht, die den Tod von 33.293 Menschen dokumentiert, die durch die Europäische Politik zu Tode gekommen sind.

Liste: http://www.tagesspiegel.de/downloads/20560202/3/listeentireberlinccbanu.pdf

Artikel des Tagesspiegels: http://www.tagesspiegel.de/politik/die-liste-von-banu-cennetoglu-kuenstlerin-dokumentiert-das-sterben-von-33-293-gefluechteten/20558658.html

hvm

 

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Presseerklärung zum Angriff auf Erwerbslosen-Verein Tacheles

In der Nacht zum 21.10.2017 haben Unbekannte den Erwerbslosen-Verein Tacheles am Loher Bahnhof angegriffen. Mit einem Stein wurde ein Fenster im 1. Stock eingeworfen, welches zu einem privat genutzten Zimmer gehört. Verletzt wurde niemand.

Nach der vorhergehenden Diffamierungs- und Rufmordkampagne gegen Tacheles und den Vereinsvorsitzenden Harald Thomé gehen wir davon aus, dass es sich um einen Anschlag aus der rechtsextremistischen Szene handelt.

Harald Thomé war in den vergangenen Wochen massiv mit Zuschriften aus der rechten Szene bedroht worden. Politisch sind diese Drohungen und der gerade verübte Anschlag in die Linie einzuordnen, die Gauland von der AfD vorgibt, wenn er sagt „Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen. Und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen“.

Der Verein Tacheles besteht seit 24 Jahren. Er wurde aus Anlass des rassistischen Pogroms in Lichtenhagen und der Brandanschläge von Solingen und Mölln gegründet. Er will mit seiner Beratungsarbeit und Interessenvertretung einkommensschwacher Menschen einer rassistischen Mobilisierung – damals wie heute – den Boden entziehen. Er ist in verschiedenen Bündnissen und Gruppen tätig, die antifaschistische und antirassistische Arbeit leisten, eine Tätigkeit, die nach dem Wahlerfolg der AfD besonders wichtig ist.

Die Wuppertaler Gruppe „kein mensch ist illegal“ schätzt die Arbeit von Tacheles und von Harald Thomé sehr und erkärt sich mit ihnen solidarisch.

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Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ auf dem Ölberg

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